Merseburger Salon – Jugend in Merseburg

Nachbericht über den Merseburger Salon von der Seite sebastian-striegel.de

Am 4. November fand wieder in der Domstraße 2, um 18:30 Uhr, der Merseburger Salon statt, dieses Mal zum Thema “Jugend in Merseburg”.

Jenny Cornelius, Streetworkerin in Merseburg, stellte zusammen mit Kollegen jugendlicher Einrichtungen in Merseburg ist Situation für Jugendliche in Merseburg dar.

Viele Angebote gibt es vor allem für Kinder und Jugendliche bis max. 15 Jahren. Ältere Jugendliche zieht es aber raus auf die Straße, weg von der Aufsicht in Jugendclubs. Doch in Merseburg gibt es kaum geeigneten Freiraum mehr für Jugendliche, sich alternativ – subkulturell zu verwirklichen. Fatal für die Jugendlichen und fatal für die Stadt.

Viele Jugendliche WOLLEN ihre Freizeit selbst gestalten, sind ambitioniert, doch sie sind auch eine eher ängstliche Gruppe für ihre Interessen zu kämpfen. An einem Freitag Abend wissen viele nicht, was sie sinnvolles tuen können und es bleibt ihnen nur das Abhängen und Trinken auf der Kliaplatte – der Brennpunkt in Merseburg, wenn es um nächtliches Treiben der Jugendlichen geht. Doch viele möchten mehr, sie erleben in Merseburg ein (sub-) kulturelles Vakuum, es ziehst sie raus nach Halle oder Leipzig: ein Verlust für die Stadt.

Vor allem lange Wege machen die Arbeit schwer:

  • Verbesserungen auf der Skaterbahn (hinterer Gotthardteich) MIT den Jugendlichen dauern schon zwei Jahre an: mit vielen Gesprächen und Zeitungsartikel…
  • Alternatives Merseburg” – Junge Menschen aus Merseburg suchen seit 3,5 Jahre nach einer Lokation und werden erfolgreich von der Stadt behindert.

Welche Ideen hätten großes Potenzial für Jugendliche und wären ein Gewinn für die Stadt?

  • Die große Wiese neben der Skaterbahn wird nur von Hunden “für ihr Geschäft” genutzt, gleichzeitig fehlt es in Merseburg aber an öffentlichen Rasenflächen mit Toren zum Fußballspielen
  • Eine Skaterbahn auf dem Bahnhofsvorplatz – derzeit wird dort ein “Ruheplatz” (Rasenfläche und Bänke) freigegeben – würde viel Leben in die Stadt bringen, Jugendliche könnten sich dort zeigen und ausleben. Und da, wo viel los ist, da ist es auch sicher. Zudem gehen Skater nach Hause, wenn es dunkel wird.
  • Mauern für Graffitikunst errichten…
  • Ein richtiger Skaterpool (gibt es in 100 km Umkreis nicht) hätte vielleicht eine ideale  Lokation auf dem  dem riesen Platz zwischen Brühl und Preußerstraße.

Doch für solche Ideen braucht es öffentlichen Druck, damit was passiert. Und dafür braucht unsere Jugend in Merseburg die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger.

Im Fazit des Merseburger Salons möchte Herr Striegel besonders 4 Schwerpunkten nachgehen:

1. Können schnellere Wege in der Verwaltung erreicht werden?

2. Wo können Freiräume für Jugendliche geschaffen werden? Freiräume, in denen sie städtische Kultur selbst gestalten können…

3. Ein Skaterpark/-platz in der Stadt bringt viele Benefits, für die Stadt und für die Jugend, und sollte zum Ziel der Stadt werden.

4. Es bedarf einer Bestandsaufnahme & Bedarfsanalyse um ein jugendpolitisches Konzept für Merseburg zu schaffen!!

Merseburger Salon III

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