MZ online vom 15.12.2013 „Weihnachtszauber in Merseburgs Kellern“

Weihnachtszauber in Merseburgs Kellern

15.12.2013 19:51 Uhr | Aktualisiert 15.12.2013 19:53 Uhr

Von UNDINE FREYBERG
In Merseburgs Kellern wird kräftig gefeiert. Zu Orakel, Feuerzangenbowle, Märchen und Speckkuchen luden die Merseburger ein. Auf der Schlossweihnacht wird das beste Schaufenster ausgezeichnet.

Die Merseburger Kultur-Chaoten scheinen den Wettbewerb um den kleinsten Weihnachtsmarkt der Welt gewinnen zu wollen, denn sie luden am Samstag anlässlich der Merseburger Kellerweihnacht in den Hof der alten Domapotheke ein. Die Gäste, die sich hier auf nur wenigen Quadratmetern drängten, konnten nicht nur Eierpunsch probieren, sondern auch den ersten Chaoten-Weihnachtstrunk „Beschwipster Bratapfel“. „Den haben wir selbst angesetzt“, erzählt Marco Jänicke, der Vereinschef der Kulturchaoten, die sich jetzt in der Domstraße 2 Vereinsräume angemietet haben.

Frischer Speckkuchen

Großes Gedränge herrschte auch in den Kellern unter dem Kunsthaus Tiefer Keller. Hier duftete es ganz verführerisch nach Feuerzangenbowle, die zum berühmten Schwarz-Weiß-Klassiker auf der Leinwand gereicht wurde. McMaikel servierte frischen Speckkuchen aus dem Kellerbackofen. Captain Fu machte Musik und die Autoren des Merseburger Literaturkreises Leseturm präsentierten ihre Bücher.

Beim Verein Klosterbauhütte konnte man zugunsten des Petriklosters Duftsäckchen, Kuchen oder heißen Apfelsaft mit Schuss erwerben. „Den haben wir aber auch für Kinder, der ist dann ohne Bumms“, scherzte Dagmar Welz, die Frau an der Kelle. Wer schon mal in die Zukunft schauen wollte, konnte bei Annabell, der ewig Jugendlichen, das Orakel befragen. Das machte auch Claudia Maiwald. Bei den Dingen, die unter dem Jutesack verborgen waren, hatte sie auf die Zwiebel getippt. „Oh“, holt Annabell aus, „das wird Dir für 2014 Tränen bescheren. Aber es müssen ja keine Tränen der Trauer sein“, verkündet sie mit fröhlichem Lächeln, und Claudia Maiwald nimmt diese Weissagung mit ebenso frohem Lächeln entgegen.

Begeisterung

„Ich bin zum ersten Mal hier unten in den Kellern und bin ganz begeistert“, schwärmt die Merseburgerin, die sich mit ihrem Sohn Christoph (13) auf Kellertour begeben hat und dabei von ihrer Freundin Ilka Biemann geführt wird, die sich mit Stadtgeschichte auskennt. „Und ich werde sie in jeden Keller schleppen“, scherzt diese. Und so landeten sie natürlich auch im Gewölbe des Domherrencafés, wo Märchen für Kinder erzählt wurden, und wer wollte, konnte am Stand vom Verlag Schneidewind in Erinnerungen schwelgen – mit den gezeichneten Witzen von Epper (Arthur Epperlein), die hier in verschiedenen Buchausgaben angeboten wurden.

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